Der Google Tag Manager unter WordPress für Google Analytics

Gerade bei Blogbetreibern kann es immer wieder mal vorkommen, dass man das Angebot mit zusätzlichen Programmcodes ausstatten muss. Das kann zum Beispiel Matomo als Site-Analysetool sein oder aber auch der Bekannteste Analytics-Dienst: Google Analytics. Egal was man nimmt, man muss hierfür immer Code in die Seite einbauen. Dies kann man bei WordPress direkt im Template tun oder mit speziellen Plugins durchführen. Wenn man aber ohnehin weiß, dass aufgrund von Vermarktung oder regelmäßigen Änderungen weiterer Code eingefügt werden muss, kann es helfen, ein Tool zur Verwaltung von externen Code zu nutzen,. Ein solches Tool ist der Google Tag Manager.

Was macht der Google Tag Manager?

Der Google Tag Manager wird in die Seite integriert und spielt dann beliebige, andere Codebestandteile aus. Die Besonderheit ist, dass man durch das Interface des Google Tag Managers eine gute Übersicht über die verschiedenen Codebestandteile hat. So muss man sich keine Sorgen machen, dass man versehentlich verschiedene Skripte mischt, weil jedes Skript für sich als eigener Abschnitt steht.

Wie integriert man den Google Tag Manager in WordPress?

Hier gibt es wieder mehrere Varianten. Grundsätzlich sieht der einzubindene Code wie folgt aus:

Im Head-Bereich

<!-- Google Tag Manager -->
<script>(function(w,d,s,l,i){w[l]=w[l]||[];w[l].push({'gtm.start':
new Date().getTime(),event:'gtm.js'});var f=d.getElementsByTagName(s)[0],
j=d.createElement(s),dl=l!='dataLayer'?'&l='+l:'';j.async=true;j.src=
'https://www.googletagmanager.com/gtm.js?id='+i+dl;f.parentNode.insertBefore(j,f);
})(window,document,'script','dataLayer','GTM-XXXXXXX');</script>
<!-- End Google Tag Manager -->

Im Body-Bereich

<!-- Google Tag Manager (noscript) -->
<noscript><iframe src="https://www.googletagmanager.com/ns.html?id=GTM-XXXXXX"
height="0" width="0" style="display:none;visibility:hidden"></iframe></noscript>
<!-- End Google Tag Manager (noscript) -->

Dieser Code kann nun integriert werden, in dem man ihn fest in das Template integriert. Das setzt voraus, dass man ein wenig Ahnung von Templates in WordPress hat. Alternativ gibt es aber auch Plugins für WordPress, die den Code integrieren. Dann muss man nur den individuellen Kennunscode hinzufügen. Ein solches Plugin ist zum Beispiel der Simple Google Tag Manager. Wenn man diese installiert, findet man in WordPress unter Einstellungen -> Google Tag Manager ein Feld, in das man den Integrationscode einbinden kann. Dann ist der Google Tag Manager auch schon fertig integriert.

Die Benutzung des Google Tag Managers

Jetzt kommt der interessante Teil: wie integriert man nun Code mit Hilfe des Google Tag Managers? Nach dem Login hat man eine Oberfläche, die vor allem durch das Menü link auffällt. Wir integrieren im Beispiel nun Google Analytics:

Google Analytics einbinden

  1. Zuerst muss eine Variable für den Google Analytics hinterlegt werden. Dafür klickt man links auf Variablen.
  2. Anschließend im Bereich „Benutzerdefinierte Variablen“ rechts danachen auf „Neu“.
  3. Es öffnet sich ein Fenster mit einem leeren Kasten / Container. Durch einen Klick darauf kann man jetzt auswählen, was für eine Art Variable hinzugefügt werden soll.
  4. Für Google Analytics wählen wir hier „Google Analytics Einstellungen“, die sich etwas weiter unten befinden.
  5. Das wichtigste, was man jetzt benötigt, ist die Tracking-ID von Google Analytics. Diese trägt man im Feld „Tracking-ID“ ein.
  6. Über „weitere Einstellungen“ kann man jetzt noch einiges einstellen. Das wichtigste wird wahrscheinlich unter „Festzulegende Felder“ das hinzufügen von anonymizeIP sein und den dortigen Wert „true“ sein. Dies wird aktuell als notwendig erachtet, um das Tool DSGVO-konform einzusetzen. Das ganze sieht dann insgesamt so aus:

    Google Analytics Einstellungen im Google Tag Manager
    Google Analytics Einstellungen im Google Tag Manager
  7. Jetzt muss man auf Speichern oben rechts klicken, übernimmt den vorgeschlagenen Namen und landet wieder auf der Startseite. Jetzt links auf „Tags“ klicken.
  8. Dort klickt man auf „Neu“ und dann wieder in den oberen, leereren Kasten / Container.
  9. Es öffnet sich wieder eine Auswahl, welche Art von Code man integrieren möchte und wählt hier „Google Analytics – Universal Code“ aus.
  10. Die Einstellungen jetzt kann man einfach übernehmen und wählt unter „Google Analytics Einstellungen“ die eben erstelle Variable aus. Wenn man den Default eben  übernommen hat, steht dort „Google Analytics Einstellungen“.
  11. Bei Trigger unten muss man auch einmal in den Container klicken und wählt „All Pages“ aus. Das sagt, dass bei jedem Seitenaufruf dieser Code ausgeführt werden soll. Anschließend auf „Hinzufügen“ oben rechts klicken, damit die Box wieder zu geht.
  12. Jetzt oben rechts einmal speichern drücken, den Namen gerne übernehmen und die Einstellungen für Google Analytics sind hinterlegt.
  13. Damit diese aktiv werden, muss man noch die Einstellungen „senden“, also aktivieren, über den „Senden“-Button oben rechts.
  14. Zur besseren Übersicht kann man jetzt eine Beschreibung hinterlegen und über „veröffentlichen“ die Einstellungen aktivieren.

Nach etwas Bearbeitungszeit wird der Code sofort aktiviert. Mehr ist hierfür nicht zu tun.

Beliebiges Skript über den Google Tag Manager integrieren

Dafür kann man abweichend von Google Analytics direkt:

  1. auf „Tags“ klicken.
  2. klickt rechts auf „Neu“
  3. klickt in den ersten, oberen, leeren Container
  4. und wählen in dem dann öffnenden Menü den Eintrag „benutzerdefiniertes HTML“
  5. jetzt kann man beliebige Skript einbauen und eingeben
  6. anschließend auf speichern drücken.
  7. im unteren Container muss man noch mal rein klicken und wählt „All Pages“ aus und klickt auf hinzufügen.
  8. Jetzt dem Skript / Tag einen passenden Namen geben, damit man ihn in der Tag-Übersicht besser wieder findet.
  9. Jetzt oben rechts auf „Senden“ klicken, in den Bemerkungen schreiben, was man in dieser Version aktiviert und über „Veröffentlichen“ anschließend veröffentlicht.

Fertig, der Skript-Code ist jetzt integriert und live.

Fazit

Der Google Tag Manager ist ein gutes Tool, um vor allem Google-Produkte oder JavaScript-Ergänzungen auf eine einfache Art in die Seite zu integrieren. Es bietet eine gute Übersicht aller Programmcodes und bietet auch die Möglichkeit, die Aktivierung des Codes zu steuern. Wichtig ist nur, die Datenschutzbestimmungen beim Einsatz der Tools zu beachten. Die meisten DSGVO-Generatoren helfen hier aber weiter.

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