Datensicherung unter Windows 10 – der Dateiversionsverlauf

Was ist wichtig bei allen Geräten? Regelmäßig Backups machen. Dafür gibt es auf dem Markt viele, verschiedene Programme, die man dafür nutzen kann. Windows bringt aber mit den Hausmitteln auch Programme mit, mit denen man Datensicherungen machen kann. Somit kostenlos und für jeden in der Regel ohne großen Aufwand machbar, vorausgesetzt, man hat eine Netzwerkfestplatte, also einen NAS. Alternativ sollte es auch mit Netzwerklaufwerken über das Internet gehen, die es inzwischen bei einigen Hostern gibt. Im einfachsten Fall sind diese schon als Laufwerk unter Windows eingebunden, also zum Beispiel als Laufwerk “Z”. 

Was wird gesichert?

Die Datensicherung der Dateien und deren Versionen bezieht sich nur auf die persönlichen Dateien. Es werden keine Programme gespeichert und auch kein Windows. Es geht also wirklich nur um die individuellen Dokumente, die man in seinem Benutzerordner gespeichert hat. Aber hier liegen ja meistens auch die Word- und Exceldokumente, um die es schade wäre, wenn sie abhanden kommen. Das schöne an dieser Art der Sicherug: es werden auch Versionen der Dateien gesichert von dem Zeitpunkt, als das Backup lief. Wenn man also mal an einem Tag ein Dokument komplett verhunzt oder so bearbeitet hat, dass es einem nicht gefällt, dann kann man das Dokument von vor fünf Tagen wiederherstellen und mit dem Stand arbeiten. Es ist also immer das Dokument in verschiedenen Zwischenständen verfügbar, so dass man auch nachträglich gelöschte Passagen sehen kann.

Wo findet man die Datensicherung bzw. Dateisicherung?

Datensicherung in der Übersicht. Von hier aus wird alles eingestellt
Datensicherung in der Übersicht. Von hier aus wird alles eingestellt

Unter Windows 10 öffnet man dann einfach den “Dateiversionsverlauf”. Diesen erreicht man zum Beispiel, in dem man in der Suchleiste neben dem Windowssymbol “Sicherung” eingibt. Über “Laufwerk auswählen” auf der linken Seite kann man dann das Netzwerklaufwerk auswählen, also zum Beispiel das Laufwerk “Z”. Hier werden dann alle Dateien als Sicherung gespeichert.

Update vom 26.03.2017:
Da WIndows 10 ein sich stetig wandelndes System ist, kommt man in diese Einstellung nun über einen anderen Weg. Es ist etwas schwerer geworden, den Dialog zu finden, weshalb ich den Aufruf der Einstellungen in einem eigenen Post erklärt habe. Hier geht es zum Öffnen der Laufwerksauswahl für den Dateiversionsverlauf.

Datensicherung – wie oft? Wie lange?

Die wichtige Frage, bei einer automatischen Datensicherung ist, wie oft sollen denn die Daten gesichert werden? Und wie lange sollen diese vorrätig sein? In den Standardeinstellungen speichert Windows die Daten für immer und das jede Stunde. Das kann aber schnell zu riesigen Datenbergen führen. Deswegen kann man das Verhalten in den “Erweiterten Einstellungen” ändern. Für mich halt sich das tägliche Sichern als ganz praktisch erwiesen. Dabei werden die Daten sechs Monate aufbewahrt. Länger brauche ich Dateien, die auf dem Notebook liegen und irgendwann mal von mir gelöscht wurden, auf keinen Fall.

Der Ernstfall: Daten aus der Datensicherung wieder bekommen

Die Versionen der Dateien wiederherstellen
Die Versionen der Dateien wiederherstellen

Jetzt geht es ans eingemachte: es sollen Dateien oder eine Datei zurück gespielt werden? Das geht relativ einfach. Man geht mit der rechten Maustaste auf den Ordner, in dem die Datei lag und klickt auf “Vorgängerversion wiederherstellen”. Dann öffnet sich ein Fenster mit mehreren Karteikarten. Über die Reiterkarte “Vorgängerversionen” sieht man dann eine Liste der verschiedenen Zeitpunkte, von denen eine Wiederherstellung existiert. Über öffnen “Dateiversionsverlauf öffnen” kann man dann den Ordnerinhalt zu dem Zeitpunkt sehen und die Dokumente öffnen, wiederherstellen oder sich für einen anderen Zeitpunkt entscheiden, falls man feststellt, dass es doch nicht der richtige Zeitpunkt war, von dem man das Dokument haben möchte.

Ordner von der Sicherung ausschließen

Natürlich kann man der Dateisicherung auch mitteilen, wenn man bestimmte Ordner nicht gesichert haben möchte. Dafür geht man in der Dateisicherung einfach auf “Ordner ausschließen”. Hier kann man nun Ordner hinzufügen, die auf keinen Fall gespeichert werden sollen. Zum Beispiel den “Download-Ordner” oder den Ordner der Dropbox / OwnCloud / OneDrive / Google Drive, denn die werden ja schon vom jeweiligen Dienst gesichert. Das spart dann auch Platz auf der Datensicherung und sorgt auch dafür, dass die Sicherung immer schnell durchläuft.

Habt Ihr schon Erfahrungen mit der Dateisicherung gemacht? Vielleicht auch vor Windows 10? Wie seid ihr damit klar gekommen? Ich freue mich über eure Meinung in den Kommentaren!