Firefox – lange ist es her – ein kleiner Nutzungsrückblick

Altes Firefoxlogo

Firefox ist in Deutschland (Stand: März 2017) je nach Statistik der beliebteste Browser. Bei mir ist er in letzter Zeit in Vergessenheit geraten und immer mehr durch Chrome ersetzt worden. Dabei war er mal für mich der geliebte Browser, nach dem beim Netscape Navigator einfach nichts mehr ging und der Intetnet Explorer und Opera für mich einfach keine Alternative werden wollten.

Ich mochte ihn in der Anfangszeit vor allem dafür, was man heute „Portable“ nennt: man lud eine ZIP-Datei herunter, entpackte sie am Wunschort und schon war der Browser installiert. Er war schnell und komfortabel und machte wieder ein Stück mehr Lust auf das Internet. Ein automatisches Update gab es zu der Zeit auch noch nicht. Man musste sich also immer selber die aktuellste Version herunterladen. Das war da schon etwas anstrengend, aber zu der Zeit war Firefox sowieso noch fast ein Liebhaberbrowser bzw. einer für Nerds.

Namen sind wie ein roter Fuchs – schnell gewechselt

Der Firefox hieß übrigens nicht immer Firefox: ursprünglich hieß er Phoenix, aber weil ein BIOS-Hersteller ebenso heißt, musste man den Namen wechseln, landete erst bei Firebird und schließlich bei Firefox (die Namengeschichte gibt es auch in der Wikipedia).

Anpassen und zurechtbiegen

Gerade in der Anfangszeit habe ich auch viel die Plugins und Themeanpassungen genutzt. Da konnte der Theme nicht oft genug gewechselt werden – weil es geht. Wenn ich sehe, wie clean ich es gerade mag, weiß ich nicht, was mich damals dazu gebracht hat, so viele Themes zu nutzen. Auch Plugins konnten eine Zeit lang gar nicht genug drin sein. Allerdings musste man sich in der Anfangsphase auch noch nicht viele Sorgen machen, was man sich für falsche Plugins installiert und was diese anrichten könnten.

Integrierter RSS-Reader

Ein anderes Feature, was ich damals gerne nutzte, war der integrierte RSS-Reader, der in späteren Versionen dazu kam. Damit war man in der Lage, in den Lesezeichen Seiten zu hinterlegen, die mit dem RSS-Feed angezeigt wurden und hatte so schon einen Seitenüberblick ohne auf die Seite selbst zu schauen. Heute brauche ich es nicht mehr und finde es eher lästig – schon wieder ein Punkt, an dem man merkt, wie sich Nutzungsgewohnheiten ändern.

Sync und immer synchron bleiben

Nach und nach kamen auch Funktionen dazu, die man auch aus Chrome kennt. Das Synchronisieren von Lesezeichen und Verläufen oder der noch offenen Tabs ist zum Beispiel eines der interessanten Funktionen. Man gibt sich Mühe, das immer weiter auszubauen und so auch über Geräte hinweg alles synchron zu halten. Also das man auf dem Handy weitersurfen kann, wenn man zu hause los musste.Integriert wurde auch vor einiger Zeit der Lesezeichen-Syncronisationsdienst Pocket, der seit dem auch ein fest integrierter Bestandteil von Firefox ist. Und doch: all das hat mich schon lange nicht  mehr beim Firefox allein halten können.

Irgendwann war Schluß

Mit der Zeit und den Alternativen wurde Firefox trotz des OpenSource-Ansatzes immer uninteressanter: durch die Plugins und Erweiterungen wurde er immer schwerfälliger. Man ist natürlich selber Schuld, wenn man sich seinen Browser so einrichtet und doch erwartet man, dass der Browser fast alle Systemressourcen für sich in Anspruch nimmt, aber Chrome war irgendwann einfach praktischer und schneller in meinen Augen. Außerdem musste man sich in Chrome nie um Flash kümmern: das Plugin war einfach fertig drin und gut ist.

Firefox ist nicht tod und in letzter Zeit nutze ich ihn sogar wieder öfter. Nicht zuletzt, um Chrome nicht ganz die Marktmacht zu überlassen. Er ist wieder schneller geworden und fühlt sich auch wieder etwas besser an. Ob es auf Dauer ausreicht, um mich zu überzeugen, dass muss er erst noch zeigen.

Alte Browsergefühle wieder aufleben lassen

Ein Artikel aus diesem Blog im Firefox Version 1. Immerhin noch lesbar, aber vom Aufbau her leider schon etwas durcheinander.

Ein Artikel aus diesem Blog im Firefox Version 1. Immerhin noch lesbar, aber vom Aufbau her leider schon etwas durcheinander.

Wer sich den alten Firefox Version 1 runterladen möchte, kann diesen übrigens noch bei Chip runterladen, aber Achtung: er ist natürlich nicht mehr den aktuellen Sicherheitsstandards gerecht und obendrein lassen sich viele Seiten nicht mehr sauber anzeigen. Es ist also quasi eine Nutzung auf eigene Gefahr. Aber um das Look&Feel nochmal zu sehen zu bekommen, ist es eine kurze Spielerei Wert.

Seid Ihr dem Firefox noch treu oder seid ihr inzwischen auf einen anderen Browser umgestiegen? Seit wann nutzt ihr Firefox und was gefällt euch daran besser, als zum Beispiel am Internet Explorer oder Google Chrome oder Apple Safari?23

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Fachinformatiker, Medienliebhaber und - konsument, Rheinländer, kleiner Radiomacher, Schreiber dieses Blogs

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