Datenpanne bei T-Mobile – und viele „pannieren“ mit

Unsere Telefondaten, die ja nach dem Willen unseres Bundeinnenministers 6 Monate gespeichert werden sollen, sind sicher. Das wissen wir nicht zuletzt seit heute, denn der Spiegel berichtet davon, dass 2006 17 Millionen Kundendaten bei T-Mobile geklaut wurden. Ok, ohne Verbindungsdaten, dafür Geheimmnummern und Privateadressen von vielen Promis.

Für mich gibt e an der Sache gerade zwei Ungeheuerliche Dinge:

  1. In den Nachrichten im Radio hieß es, dass die Telekom keine Daten auf dem Schwarzmarkt fand und deswegen davon ausging, dass die Daten damals nicht weitergegeben wurden – ein Trugschluss, wie man jetzt feststellen muss. Ich finde es schon fahrlässig, durch Stichproben trotzdem zu Glauben, dass die Daen nicht weg sind. Man hätte die Betroffenen Kunden doch informieren müssen. Vor allem, wenn doch Prominente dabei sind.
  2. In den Medien ist allgemein die Aufregung groß, denn auch Daten von Prominenten sind geklaut und dann kommt eine Aufzählung von ein paar Namen, deren Daten geklaut wurden. Da Frage ich mich ernsthaft: Geht es noch? Man beschwert sich medial über die Datenpanne und den sorglosen Umgang mit den Daten und teilt im gleichen Atemzug mit, wer alles einen Vertrag bei T-Mobile hat. Haben die Politiker und Showmoderatoren kein Recht darauf, dass diese Info genau so unter Verschluß bleibt, außer sie sagen es selbst? Auf der einen Seite über die Datenpanne beschweren, aber auf der anderen Seite die prominente Kundenliste veröffentlichen. Das geht für mich persönlich gar nicht.

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