Beweggründe: Warum ich Chromecast Audio statt Sonos oder ähnliches nutze

Grundsätzlich ging es mir erstmal um die Frage: wie kann ich in verschiedenen Räumen das gleiche Audiosignal hören? Zum Beispiel beim Putzen oder Aufräumen, wo man schon mal öfter den Raum wechselt, ohne Kopfhörer nutzen zu müssen. Der Markt bietet hierfür verschiedene Lösungen an, die einem da helfen sollen. Dazu wollte ich flexibel sein in dem, was ich abspiele und im besten Fall sollte es natürlich über das WLAN funktionieren. Denn auf das Verlegen von Kabeln in der Wohnung hatte ich wenig Lust. Außerdem müsste ich dann entweder an einem Verteiler oder ähnlichem die Signale ein- oder ausschalten und in der Lautstärke steuern. Das nervt. Es soll also einfach sein und gerne auch über eine App steuerbar sein.

Box und Empfänger in einem ist super – aber schränkt auch ein

Ein bekanntes System bietet zum Beispiel im WLAN integrierte Boxen an, die dann über eine App gesteuert werden können. Dort kauft man dann also nicht nur den Empfänger, sondern auch direkt die ganze Box. Ein großer Vorteil davon ist, dass man sich um gar nichts mehr kümmern muss. Man kauft ein sich sich geschlossenes System, das funktioniert und auch eine gewisse Qualität an Sound anbietet. Ein guter Name wird hier also wahrscheinlich auch einen guten Sound bieten. Der Nachteil ist, dass Sound immer etwas sehr subjektives ist. Der eine mag auch lieber etwas mehr Salz im Essen und vielleicht auch etwas mehr Bass bei den Black-Music-Hits. Der andere hört lieber Klassik und möchte lieber klare Höhen haben. Das eine Box in einem solchen System das so perfekt abdeckt, ist eher unwahrscheinlich. Beide Hörtypen würden also jeweils eine für sich passende Box nutzen wollen. Ein so direkt untrennbar miteinander verbundenes System kam für mich nicht in Frage. Im Bad möchte ich keine teure Box und diese sollte auch ein wenig Spritzwasser ab können, im Wohnzimmer darf es etwas besser sein, die in der Küche muss vor allem laut klingen und darf mit Fett und Dunst keine Probleme haben. Mit dem Gedanken ist also die Trennung von Audioempfänger und Box ist damit besiegelt.

Steuerung der Lautstärken per App

Das können zum Glück viele WLAN-System und auch das von mir persönlich favorisierte Chromecast Audio. Jeder Empfänger kann so eine eigene Grundlautstärke bekommen, so dass dann die Lautstärkensteuerung in der App dazu führt, dass das Verhältnis der Lautstärkenunterschiede zwischen den unterschiedlichen Empfängern immer gleich bleibt. Außerdem sorgen die Empfänger selber dafür, dass das Audiosignal immer synchron in der ganzen Wohnung zu hören ist. Denn nichts ist schlimmer, als eine Sekunde Verzögerung zwischen dem einen und dem anderen Raum. Vor allem, wenn man Nachrichten oder Podcasts hört, würde das sonst das Hören eines Podcasts kompliziert und anstrengend machen.

Chromecast Audio spielt aus viele Quellen ab

Ich kann Chromecast Audio aus verschiedenen Bereichen ansteuern:

  • Eine App hat es direkt vorgesehen, man klickt das Chromecast-Symbol an und wählt das Ziel aus und schon geht es los
  • Falls eine App die Funktion nicht hat, kann man zumindest bei den meisten Android-Handys über das Screen-Mirroring oder die HOME-App zum Chromecast das gesamte Audiosignal auf den Chromecast Audio übertragen. Das betrifft bei falscher Einstellung dann allerdings auch Klingel- und Benachrichtigungstöne. Das sollte man also beachten.
  • In Windows, Linux und MacOS kann man im Chrome-Browser über die Chromecast-Extension jedes beliebige Browserfenster an den Chromecast Audio übertragen.
  • Mit Hilfe von Audio-Cast unter Windows kann man das gesamte Audiosignal von Windows an den Chromecast Audio senden. Das habe ich auch hier schon einmal vorgestellt.

Praktische Umsetzung

Ich habe bei mir mehrere Chromecast Audios im Einsatz. Die kleinen Geräte haben einen analogen und einen digitalen Ausgang (in einem Anschluss kombiniert). Dieser geht dann über das mitgelieferte Kabel in den kleinen Klinkeneingang der jeweiligen Box. Da ich JBL mag, ist das je nach Raum eine kleine JBL Go bzw auch zum Beispiel eine JBL Voyager. Es geht natürlich auch zum Beispiel mit klassischen PC-Boxen, Kopfhörern oder auch einer HiFi-Anlage. Alles, was halt über einen kleinen Miniklinken-Ausgang versorgt werden kann.

Und es ist günstig

Ein wichtiges Argument ist für mich auch, dass es verhältnismäßig günstig ist. Ein Chromecast Audio kostet 39 €. Dazu kommt dann eine beliebige Box, wenn diese noch nicht vorhanden ist. Viele andere Systeme sind an dieser Stelle deutlich teurer. Dafür muss man sich da dann meistens aber keine Gedanken um die Box machen. Wer aber zum Beispiel kombinierte Systeme haben möchte, kann zum Beispiel beim Hersteller Teufel nach einer Box schauen, die Chromecast Audio integriert hat – dies gibt es inzwischen auch bei immer mehr Herstellern.

Gibt es auch Probleme mit Chromecast Audio?

No System is perfect würde ich sagen. Auch Chromecast Audio kann schon mal Probleme haben. Wenn man zum Beispiel das Abspielgerät wechselt, kann es manchmal notwendig sein, das neue Gerät zu verbinden, dann zu trennen und dann wieder zu verbinden, damit es klappt. Das ist nicht oft der Fall, kann aber schon mal passieren. Und natürlich nervt es dann in dem Moment mal kurz. Dieses Problem ist aber schnell innerhalb von ein paar Sekunden gelöst.
Bei schlechtem WLAN-Empfang kann es auch schon mal vorkommen, dass es beim entsprechenden Empfänger kurz zu Aussetzern kommt. Sobald er aber wieder Empfang hat, läuft der Chromecast Audio weiter. Das kann zum Beispiel schon mal in der Küche der Fall sein, wenn die Mikrowelle an ist.

Ansonsten bin ich wie schon gesagt zufrieden. Und bevor es jemand anders vermutet: ich kann gerne die Rechnungen zeigen, ich habe mir die Chromecast Audios selber gekauft ;) Ich mag das System und es hat mich bis jetzt nicht enttäuscht, kann es daher also nur empfehlen. Was sind eure Erfahrungen mit Chromecast Audio? Schreibt sie gerne in die Kommentare.

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Fachinformatiker, Medienliebhaber und - konsument, Rheinländer, kleiner Radiomacher, Schreiber dieses Blogs

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