[Audio] Tascam DR-40

Für Audioaufnahmen suchte ich ein Aufnahmegerät, an dem ich externe Mikros anschließen kann. Am liebsten auch Kondensatormikros, die aber am besten auch vom Gerät selbst versorgt werden können, so dass ich keine weitere Phantomspeisung benötige. Also habe ich mich bei einem Fachmann erkundigt und der empfahl mir das Tascam DR-40, welches ich dann auch direkt bei ihm bestellte.

Ich fange direkt mal mit dem für mich wichtigsten uns besten Feature an: das Gerät besitzt die Möglichkeit, jedes Mikro einzeln als eine Audiospur aufzuzeichnen. So kann man während der Aufnahme ruhig alle Mikros laufen lassen und nachher im Schnitt die nicht benötigten Spuren leiser stellen, hat aber im Zweifel erstmal alles aufgenommen. 4 Spuren sind es übrigens deshalb, weil auch 4 Mikros genutzt werden können. Davon sind 2 Mikros die internen Mikrofone, die oberhalb auf dem Gerät sitzen und zwei Mikros die Mikros, die an der Unterseite eingesteckt werden können. Als Anschlußmöglichkeit stehen einem XLR und Klinke zur Verfügung.

Die Mikros sind brilliant

Die „internen“ Mikros geben dabei einen brillanten, guten Ton ab. Die Mikros können ideal genutzt werden, um auch Atmo aufzunehmen, aber sogar für Gespräche in geschlossenen Räumen sind sie gut geeignet, wenn der Raum nicht zuviel hallt. Hier hilft dann auch die Möglichkeit des Autolevelings, also des automatischen Pegels während einer Aufnahme. Das sollte einen allerdings nicht davon abhalten, vorher ein wenig vorzufühlen, was die Aufnahmelautstärke angeht, denn wenn es schon zu leise eingestellt ist, regelt der DR-40 nicht ausreichend nach, um es noch laut genug zu haben. Insgesamt geht er dabei auch nicht zu heftig vor, so dass keine starken Lautstärkeschwankungen zu hören sind.

Aber bitte im Format bleiben

Die Formateinstellungen sind  klassisch auf zwei beschränkt, die für die meisten Sprach- und Musikaufnahmen reichen werden: WAV und MP3. Dabei kann man ein wenig in den Abtastraten variieren. Selbst MP3 in 256 kbit/s sind ohne weiteres möglich. Dabei sollte man nie vergessen: der 4-Spurmodus erstellt zwei Dateien mit jeweils 2 Kanälen (Links/Rechts), die dann hinterher zum Beispiel in Audacity getrennt werden können.

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„Ich brauche Informationen“

Vor allem während der Aufnahme will man doch nochmal sehen, wie es um die Aufnahme steht. Alle wichtigen Fakten werden auf dem hintergrundbeleuchteten LED-Disyplay angezeigt:

  • die Pegel aller Mikrofone
  • aktuelle Aufnahmedauer bzw wieviel Platz noch auf der austauschbaren SD-Karte ist
  • wie die aktuelle Datei heißt, die aufgenommen wird
  • das die Aufnahme läuft (wird auch über den rot leuchtenden Aufnahmeknopf gezeigt)
  • in welchem Format gerade aufgenommen wird
  • wieviel DB gerade der höchste Peak hat

Außerdem wird durch eine kleine LED auch signalisiert, wenn es zu laute Peaks gibt. Aber wenn man ein wenig vorausgesteuert hat, sollte sich diese Lampe nicht so oft zeigen bzw. im besten Fall gar nicht.

Diverses

Vorhanden sind außerdem ein Kopfhöreranschluß, eine Tastensperre, ein Auswahlknopf dafür, welche Mikros verwendet werden sollen, ein USB-Anschluß zum Datentransfer zwischen Computer und DR-40, die Mikros sind im Winkel verstellbar und ein Limiter ist auch vorhanden. Von der Phantomspeisung habe ich ja bereits auch schon oben geschrieben. Für mich hat dieses Gerät also alles, was man benötigt.

Einen Kritikpunkt gibt es doch noch

Das Gerät reagiert sehr empfindlich auf Druckgeräusche bzw. Berührungen auf der Oberfläche, wenn man es in der Hand hält. Das führt leider zu Störgeräuschen. Wenn man also zu Fuß unterwegs ist oder es in der Hand hält, dann kann es über die eingebauten Mikros schon mal sehr unangenehme Nebengeräusche geben. Wenn man nur die externen Mikros nutzt fällt das Problem natürlich nicht in Gewicht.

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Fachinformatiker, Medienliebhaber und - konsument, Rheinländer, kleiner Radiomacher, Schreiber dieses Blogs

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