Adminer – eine Alternative zu PhpMyAdmin

Webprogrammierung ist neben Design oft auch ein wenig Code schreiben und nicht selten dynamisch. Bei der dynamischen Gestaltung ist man dann oft relativ schnell bei Datenbanken. Und während man programmiert, muss man dann schauen, wie die Daten in der Datenbank abgelegt sind, muss evtl. noch einige Tabellen ändern oder will SQL-Statements ausprobieren, um sie zu testen, bevor man das ganze Skript laufen lässt. Der Standard hierzu ist für viele der PhpMyAdmin. Er funktioniert gut und ist bei vielen Hostern auch vorinstalliert. Aber es gibt auch kleinere Alternativen, die nicht groß entpackt werden müssen.

Adminer, so heißt das Datenbanktool, das unglaublich schnell installiert ist: Auf die Seite gehen, downloaden und auf dem gewünschten Webspace ablegen. Fertig. Dann ruft man das PHP-Skript auf und loggt sich mit den Daten der Datenbank in die Datenbank ein. Das war wirklich schon alles in der Konfiguration. Als Datenbanken werden dabei MySQL, SQLite2, SQLite3, PostgreSQL, Oracle, MS SQL, FireBird, SimpleDB, MongoDB und Elastisearch unterstützt. Also nicht nur die Standards, sondern fast schon utopisches.

Der erste Eindruck

Mein erster Eindruck war damals: ich soll alles mit einer kleinen Datei machen können? Und es soll mir an nichts fehlen? Kann ich mir nicht vorstellen. Also bin ich ran ans Werk. Die Struktur nach dem Login ist erstmal ähnlich: Links befinden sich die Datenbanken und die darin enthaltenden Tabellen. In der rechten, größeren Fensterhälfte die eigentlichen Tabelleninhalte bzw. die Tabelle in der Struktur. Im Gegensatz zu PhpMyAdmin wirkt es allerdings eher unscheinbar. Die Funktionen verstecken sich in einfachen, unscheinbaren Links.

Eine erste Tabelle ist trotzdem oder gerade deswegen sehr schnell erstellt:

Adminer Tabelle erstellen

Adminer Tabelle erstellen

Adminer_TabelleErstellen

Sehr gut ist schon in diesen Screenshots zu erkennen, wie sich die Funktionen hinter den Textlinks verstecken. Das macht es zwar am Anfang gewöhnungsbedürftig, aber man gewöhnt sich schnell daran. An vielen Stellen wirkt Adminer dann sehr schnell und viele Funktionen sind, wenn man sie entdeckt hat, schnell erreichbar. So kann man eine angelegte Tabelle schnell anpassen und verändern:

Adminer_TabelleAendern

Neben dem Einfügen von Datensätzen, was sich ganz problemlos gestaltet, wie beim PhpMyAdmin, kann man natürlich die Datensätze und Tabellenstrukturen exportieren. Auch hier bleiben keine Wünsche offen und es geschieht genau so, wie bei den bekannten Tools. Auch der Import von Daten ist ohne weiteres möglich. Entweder als SQL, aber auch als CSV. Hierbei muss allerdings schon die Grundstruktur der Tabelle stehen. Die Funktion selbst ist etwas versteckt. Man muss dafür die Tabelle selbst auswählen, und hat dann unterhalb der Tabelle über „importieren“ das gewünschte Format auswählen. Dann kann der Import auch schon starten.

Update -> aktuell halten?

Bei Software gibt es nicht wichtigeres, als es aktuell zu halten. Dies geht bei Adminer auch sehr schnell. Beim Aufruf der Datei weißt einen Adminer darauf hin, dass eine neue Version vorliegt. Man lädt die Datei runter, ersetzt sie und hat damit das Update gemacht. Fertig.

Das ist natürlich nur ein kleiner Einblick in Adminer. Ich bin jedoch der Meinung, dass aufgrund der Einfachheit man mit Adminer sehr gut arbeiten kann. Gerade auch auf fremden Webservern muss man nichts installieren, sondern kann es einfach direkt nutzen und wenn man es nicht mehr benötigt, löscht man einfach die Datei und die Sache ist erledigt. Klar geht das auch mit den Alternativen. Aber da es nur eine Datei ist, finde ich das im Handling wesentlich einfacher und schneller erledigt.

Ich für meinen Teil habe Adminer inzwischen als mein bevorzugtes Datenbanktool festgesetzt. Wie sieht es bei euch aus? Bleibt ihr beim PhpMyAdmin, nutzt ihr schon länger Adminer oder nutzt ihr direkt ganze Windows-Anwendungen wie die MySQL-Workbench?

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Fachinformatiker, Medienliebhaber und - konsument, Rheinländer, kleiner Radiomacher, Schreiber dieses Blogs

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