OpenDNS – Ein Erfahrungsupdate

Bereits vor einiger Zeit hatte ich schon einmal über OpenDNS berichtet. Inzwischen habe ich ein wenig Erfahrungen in den Langzeittests gesammelt. Genügend, um fest zustellen, dass es für mich uninteressant ist.

Zuweilen ist OpenDNS langsamer, als das DNS meines Providers. Das ist schon ein erheblicher Nachteil, weil man das bei schnelleren DSL-Anschlüssen schon deutlich merkt, wenn die ersten (gefühlten) zwei Sekunden nichts passiert, weil die Adresse noch aufgelöst wird und dann die Seite sich auf einmal schnell aufbaut. Dazu kommt, dass die Alternative Suchseite, wenn man sich bei der URL vertippt hat oder die Domain nicht erreichbar ist, doch mehr nervt, als nützlich ist. Da ist die Standard-Meldung, dass der Server nicht erreichbar ist doch wesentlich schöner, schneller und sinnvoller.

Ein fader Beigeschmack bleibt natürlich auch auf der Seite des Datenschutzes: bei meinem Provider weiß ich, wo die Namensauflösungsanfragen landen und was er damit macht bzw. nicht machen sollte. Mit OpenDNS habe ich da natürlich einen Anbieter sitzen, der erstmal seriös scheint, aber kann man sich immer 100% sicher sein, dass er keine Profile von mir anlegt aufgrund meiner DNS-Anfragen? So ein Tool bietet man ja immerhin auch für Administratoren von Unternehmensnetzwerken an, warum sollte man nicht auch intern so etwas machen? Klar, sowas kann mein Provider auch machen, aber der weiß sowieso, wo ich surfe (zumind. hat er die Möglichkeit, das zu überwachen). Mit OpenDNS hole ich mir noch jemanden ins Haus, der mein Surfverhalten in Teilen mitanalysieren kann. Ob sie es nun tun oder nicht ist natürlich eine andere Sache. Prinzipiell gehe ich nicht davon aus, aber gerade die Nachrichten in den letzten Tagen in dem Umgang von Firmen mit fremder Leute Daten hat gezeigt, dass man auch vorsichtig sein muss und sich zumindest darüber Gedanken gemacht haben sollte, wer alles von mir weiß und erfahren kann.

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