Jamul auf der CeBIT (Tag 1)

Juche, ich bin da und sitze gerade gemütlich auf der CeBIT. In den 4 Stunden, die wir nach Ankunft heute auf dem Messegelände waren, habe ich schon einiges für mich mitnehmen können. So hat zum Beispiel am Stand von NRW in Halle 9 die Gemeinschaft der Forschungseinrichtungen gezeigt, wie unsicher unsere heutige Welt doch ist. Anhand von kleinen Beispielen konnte man sehen, wie schnell man doch auf einmal mehr in der digitalen Welt zeigt und mitspielt, als man will.

Ein Beispiel: man ist unterwegs und nutzt ein Bluetooth-Headset. Irgendwann hat man genug und schaltet sein Handy aus, lässt aber das Headset an. Die Präsentatoren am Stand zeigen, was nun alles möglich ist. So können sie zum Beispiel das Headset als Wanze benutzen, denn die Pin (meisten 0000 oder 1234) ist bekannt und wer in der Lage ist, das Headset anzusprechen, der kann auch mithören und mitschneiden, was das Headset gerade „wahrnimmt“. Die einzige Lösung hier ist, das Headset abzuschalten, wenn man es nicht braucht.

Das Ziel der Präsentatoren ist, die Menschen darauf aufmerksam zu machen, wie schnell man evtl. doch mehr von sich preisgibt und man seine Privatsphäre untergräbt, als einem bewusst ist. So zeigen sie auch zum Beispiel Netzwerkdruck, die über das Internet erreichbar sind und auch gesteuert werden können, weil sie einfach nicht gut genug geschützt sind.

Für die Modefreaks interessant sind die neuen Produkte von SmartTextiles, die alle möglichen HighTech-Produkte integriert haben, also zum Beispiel einen MP3-Player, der dirket über die Jacke gesteuert werden kann. Es ist nicht nur funktional, sondern sieht nebenbei auch ganz gut aus (siehe Fotogalerie).

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Am Stand des Bundesministerium für Forschung und Entwicklung kann man sich einen Prototypen von BMW ansehen, der einen integrierten MP3-Player hat. Soweit klingt das unspektakulär, aber was wirklich interessant ist: die Steuerung funktioniert komplett über die Sprache und man muss sich nicht extra Befehle anlernen, um es zu benutzen, sondern kann einfach mit dem Radio so sprechen, wie man es auch mit einem Menschen machen würde. Und es funktioniert einfach. Laut einem Sprecher vor Ort ist das ganze eigentlich schon Serienreif, da es schon voll funktionsfähig ist. Es liegt nun an der Industrie, es umzusetzen und den Bedürfnissen anzupassen. Was momentan nur fürs Auto angedacht ist, könnte aber auch in Zukunft vielleicht sogar im Haus integriert sein. Ich sage da nur: „Computer: Wir kommen in das sprachgesteuerte Zeitalter“ – ähnlich wie bei Raumschiff Enterprise. Fotos vom sprechenden BMW gibt es auch in der Gallerie.

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