Adobe Digital Editions-App: Alternativen für DRM-eBooks unter Android

Es gibt viele Möglichkeiten, die man eBooks lesen kann. Eine bekannte Lösung ist natürlich Kindle von Amazon. Dieses eigene Plattformsystem funktioniert auf den verschiedenen Mobile-Devices und natürlich auch den Kindles von Amazon selbst. Es gibt auch mehr oder weniger offene Formate wie epub, mobi oder auch PDFs, mit denen eBooks lesen kann. Einige davon sind ohne digitalen Schutz, andere aber nicht.

Wer die digitale Ausleihe seiner Stadtbibliothek nutzt, ist vielleicht schon mal auf das Angebot der Onleihe gestoßen. Viele Bibliotheken (3281 Stand Juli 2020) in Deutschland nehmen daran teil. Auch die Onleihe arbeitet mit einem digitalen Format und zwar PDFs, die mit der „Digital Editions-App“ von Adobe gelesen werden können bzw. der eigenen Onleihe-App.

Kopierschutz in digitalen Büchern

Das Besondere an den Büchern ist, dass sie einen Kopierschutz haben, der mit einem kostenlosen Adobe-Konto verknüpft ist. Damit können zum Beispiel Ausleihen durchgeführt werden. Ein eBook bekommt in der digitalen Version ein Ausleih-Enddatum. Wenn das abgelaufen ist, kann es über den Reader nicht mehr gelesen werden.

Handling von Adobe Digital Editions und der Onleihe-App

Ich fand die Möglichkeit der digitalen Ausleihe in der Sache immer gut. Allerdings fand ich den Reader in der Onleihe-App nicht so schön. Auch die „Adobe Digital Editions“-App ist nicht so schön in der Bedienung, wie ich es mir zum Lesen wünschen würde. Also habe ich an einer Alternative gesucht, die einem das Lesen erleichtert.

Alternative muss das DRM beherrschen

Damit man eine Alternative nutzen kann, muss diese das DRM von Adobe beherrschen. Darum kommt man nicht herum. Auch einen Adobe-Account benötigt man nach wie vor, weil hierrüber das DRM abgewickelt wird. Bei der Suche nach den Alternativen bin ich bei einer Lösung stehen geblieben: PocketBook Reader.

Die App ist kostenlos und ist in der Lage, die Schriftgröße der eBooks anzupassen, die Umbrüche neu anzuordnen, Lesezeichen zu setzen usw. Dazu gibt es bei mehreren Devices die Möglichkeit, die Positionen zu synchronisieren. So kann man weiterlesen, wenn man das Gerät gewechselt hat.

Nicht ganz so wichtig, aber auch schön, dass es mit untergebracht wurde: man kann sich die Texte auch über die Vorlesefunktion von Android vorlesen lassen. Das klingt nicht immer gut, aber hilft sicher denjenigen, die das Lesen am Smartphone oder Tablet eher schwierig finden.

Technische Voraussetzungen

Die App benötigt Zugriff auf den Speicher des Gerätes, um die Dateien zu speichern oder aber auch bereits gespeicherte Dokumente zu öffnen. Die App kann natürlich auch zum Lesen von PDFs verwendet werden, die kein DRM enthalten. Dafür benötigt man dann auch keinen Adobe-Account.

Die Berechtigungen, die PocketBook erfordert.

Apropos Account: die App fragt am Anfang, ob man einen Account anlegen möchte. Dieser ist für die Synchronisation zwischen verschiedenen Geräten notwendig. Aber wer das nicht nutzen möchte oder immer mit dem gleichen Gerät liest, der benötigt natürlich keinen Account.

Lest Ihr eBooks über das Smartphone? Welche App verwendet Ihr? Habt Ihr den PocketBook Reader schon mal genutzt? Was Euch gefallen und was nicht? Schreibt es gerne mir oder in die Kommenatre.