Parktickets in Amsterdam

Parken in Amsterdam ist ein besonderes Abenteuer, denn in der Regel parkt man an den Rändern von Grachten. Da gilt es gut aufzupassen, dass man nicht zuviel Anlauf nimmt und im Wasser landet. Denn nicht selten wird auch rückwärts eingeparkt und Hand auf’s Herz: wer hat nicht schon mal den Bordstein mitgenommen? In Amsterdam wäre das im ungünstigsten Fall der Rand des “Kanals”. Wenn man dann das Fahrzeug abgestellt hat, dann kommt es zum ziehen des Parktickets. Und hier wird es spannend und interessant:

Von Deutschland kennt man es ja, dass man dann an den Parkscheinautomaten geht und sich dort ein Ticket zieht, welches man hinter die Windschutzscheibe legt. In Amsterdam läuft es etwas anders: hier wird am Parkautomaten das Kennzeichen des geparkten Wagens eingegeben und die entsprechende Parkdauer bezahlt. Eine Quittung bekommt man hier zwar auch, aber die ist nur für einen selbst. Soweit ist man selber durch, bleibt die Frage, wie denn “Falschparker” kontrolliert werden.

Videoautos fahren durch die Stadt

Durch Amsterdam fahren Autos mit Kameras auf dem Dach. Und diese filmen alle Autos und deren Kennzeichen. Dadurch kann dann abgeglichen werden, welches Auto gültig bezahlt hat und welches nicht. Wenn man bedenkt, wieviele Autos man auf diese Weise kontrollieren kann, ist das schon ein erstaunlich gutes System. Man fährt einfach durch die Straßen, “notiert” die Kennzeichen samt Datum und Uhrzeit und hat hinterher so die Parksünder schnell registriert. Das ist echt mal kostenoptimiert, wenn man bedenkt, wieviele Menschen dafür bei uns durch die Straßen laufen müssen und wie viele die in einer Stunde schaffen… Laut Agendum, die dazu mal eine Meldung verschickt haben, ist Amsterdam mit so einem Verfahren sogar die erste Stadt in der Welt, die da so umsetzt. Bemerkenswert uns sehr effektiv.

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Fachinformatiker, Medienliebhaber und – konsument, Rheinländer, kleiner Radiomacher, Schreiber dieses Blogs

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