Das Intranet mit WordPress gestalten

WordPress ist als Content Management System in vielen Bereichen im Einsatz. Oft wird es noch als Blogsystem gesehen, obwohl es inzwischen weitaus mächtiger ist, weil es in alle Richtungen Plug-Ins gibt und die Themes aus WordPress auch ein beliebig anpassbares CMS gemacht haben, dass sich in alle Richtungen gestalten lässt, ohne, das dabei die Einfachheit in der Administration verloren gehen muss. Für mich lag es daher nahe, es auch als CMS für eine Intranet-Seite einzusetzen.

Grundsätzlich ist es ja so, dass gerade für das Intranet in einem Unternehmen nur in den seltensten Fällen eine eigene Abteilung oder gar eine Kommunikationsabteilung die Verantwortung trägt. Entsprechend wenig Erfahrung liegt dann auch bei der Benutzung eines CMS vor. Umso wichtiger ist es, das an der Front alles schnell und einfach anpassbar und erweiterbar ist.

Plug-Ins sind das A und O

Die Flexibilität durch Plug-Ins ist an der Stelle das interessanteste. So kann man zum Beispiel ohne große Probleme eine LDAP-Authentifizierung einbauen. Damit können nur Benutzer Inhalte sehen, die dafür auch freigeschaltet worden sind oder existierende Zugangsaccounts zum Beispiel zur Active Directory haben. Mit etwas Geschick kann man auch einzelne Bereiche nur für bestimmte Benutzer oder Gruppen freigeben. So lassen sich Informationen auch nur an kleinere Gruppen weitergeben. Bei Newslettern gibt es die Möglichkeit, diesen per Mail auch an den automatischen WordPress-E-Mail-Import zu setzen, damit dieser Newsletter zusätzlich auch im Intranet steht. Auch andere Schnittsellen lassen sich implementieren. Mit etwas kreativität sind da kaum Grenzen gesetzt.

Informationen über Widgets

Auch Schnittstellen zu anderen Systemen lassen sich in der Regel leicht einbauen. Die einfachste Möglichkeit ist die Einbindung Informationen anderer Seiten über Widgets. Solange es sich nur um interne, vertrauenswürdige Seiten handelt, können diese Informationen als iframe  in einer Box eingebunden werden. Aber auch in ganzen Seiten lässt es sich mit iframes arbeiten. Das spart viel Programmierarbeit und man nutzt auch das Originalsystem, dass die Information zur Verfügung stellt. Es bleibt also alles in sich stimmig und sollte wenig Darstellungsfehler machen. Auf diese Weise habe ich eingebunden:

  • Aktuelle Systeminformationen zu Systemen, die alle nutzen
  • Loginfenster für Webmailer
  • Informationen zu Wartungsterminen individuell für die einzelnen Abteilungen
  • Eine Linksammlung zu wichtigen, internen Informationen auf anderen Systemen

Kategorien und Schlagworte

Wie in einem normalen Blog können diese auch im Intranet sehr wichtig sein. Nicht, weil man diese unbedingt in jedem Artikel anzeigt, aber mit Schlagworten oder Kategorien lassen sich die Artikel thematisch zuordnen. So können hinterher thematisch verwandte Artikel einfacher gefunden werden. So habe ich zum Beispiel all meinen Videotutorials im Intranet der entsprechenden Kategorie zugewiesen. Wenn man die Kategorie dann im Menü fest verlinkt, werden so alle Videos angezeigt, die jemals gemacht worden sind. So lassen sich neben der Suche auch über direkte Links Informationen wieder schnell auffinden.

Do It Yourself

Und falls doch mal etwas nicht ganz so ist, wie man es sich vorstellt, gilt auch hier: bau dir selber etwas passendes. Es gibt überall Anleitungen, die einem da weiterhelfen. WordPress lebt davon, dass andere etwas mit eingeben und so letztlich auch die eigene Arbeit unterstützen. Dann ist es noch besser, wenn man selber etwas zurück geben kann. Falls noch jemand Ideen oder Fragen dazu hat, stehe ich natürlich gerne zur Verfügung und freue mich auf Kommentare.

Veröffentlicht von

Fachinformatiker, Medienliebhaber und – konsument, Rheinländer, kleiner Radiomacher, Schreiber dieses Blogs

, am

2 Kommentare Schreibe einen Kommentar

  1. Hallo Sebastian
    Interessanter Bericht.
    Ich habe da mal einige allgemeine Fragen.
    Ich möchte im Betrieb ein kleines Intranet erstellen und habe noch keine WordPress und auch keine HTML Kenntnisse.
    Sind aus Deiner Sicht beide Dinge leicht zu erlernen?
    Hast du mir eine Buchempfehlung als Nachschlagewerk?
    Danke für Deine Bemühungen
    Thomas

  2. Hallo Thomas,

    grundsätzlich ist eine einfache WordPress-Installation schnell erstellt. Allerdings setzen sie wenigstens ein kleines Wissen voraus. Man sollte einen WebServer einrichten oder zumindest betreiben können, auf dem eine Datenbank läuft und die entsprechenden Skript-Sprachen. In diesem Fall ist es PHP. Für ein kleines Intranet in einem kleinen Unternehmen kann hier als Grundlage schon ein xampp reichen. Gerade, wenn du noch keine Erfahrungen mit WordPress hast, würde ich dir das sogar empfehlen, um erstmal für dich auf deinem eigenen Computer erstmal zu schauen, wie man WordPress so bedient und einrichtet. Falls es schief geht, kann man den xampp-Ordner einfach löschen und wieder von vorne anfangen (neu installieren). Als Dokumentation würde ich dabei erstmal auf die Installationsanleitung verweisen: http://wpde.org/installation/

    Mit HTML-Kenntnissen kommt man natürlich immer weiter, diese sind aber in der Regel nicht nötig, wenn man fertige Plug-Ins und Themes aus dem großen WordPress-Verzeichnis nimmt. Für HTML gibt es viele Nachschlagewerke, wie http://selfhtml.org/. Ich glaube aber, dass es erstmal nicht nötig ist.

    Ich selbst habe noch kein Buch gelesen. Meisten half mir bei konkreten Problemen eine Google-Suche sehr schnell weiter. Gerade WordPress hat eine so große Verbreitung, dass das Internet voll mit Anleitung, Tipps, Tricks und Hinweisen ist, so dass ich mich damit erstmal auseinander setzen würde. Da ich noch keines gelesen habe, kann ich keines empfehlen, würde es aber mal bei den Beststellern zum Thema bei Amazon versuchen.

    Und ob es grundsätzlich leicht zu erlernen ist? Von mir ein klares ja. Ich glaube, dass man mit WordPress wirklich schon viel erreichen kann, ohne das man ein großer Programmierer sein muss. Viele Dinge können einfach über das Menü gesteuert und installiert und auch eingerichtet werden. Die Erfolge sind schnell sichtbar und man versteht relativ schnell, wie es funktioniert. In Anbetracht dieser Tatsachen ist es ein sehr mächtiges System.

    Viele Grüße und sorry für die lange Antwortzeit

    Sebastian

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