Das Intranet mit WordPress gestalten

Montag, 28.09.2015 6 Von Sebastian

WordPress ist als Content Management System in vielen Bereichen im Einsatz. Oft wird es noch als Blogsystem gesehen, obwohl es inzwischen weitaus mächtiger ist, weil es in alle Richtungen Plug-Ins gibt und die Themes aus WordPress auch ein beliebig anpassbares CMS gemacht haben, dass sich in alle Richtungen gestalten lässt, ohne, das dabei die Einfachheit in der Administration verloren gehen muss. Für mich lag es daher nahe, es auch als CMS für eine Intranet-Seite einzusetzen.

Grundsätzlich ist es ja so, dass gerade für das Intranet in einem Unternehmen nur in den seltensten Fällen eine eigene Abteilung oder gar eine Kommunikationsabteilung die Verantwortung trägt. Entsprechend wenig Erfahrung liegt dann auch bei der Benutzung eines CMS vor. Umso wichtiger ist es, das an der Front alles schnell und einfach anpassbar und erweiterbar ist.

Plug-Ins sind das A und O

Die Flexibilität durch Plug-Ins ist an der Stelle das interessanteste. So kann man zum Beispiel ohne große Probleme eine LDAP-Authentifizierung einbauen. Damit können nur Benutzer Inhalte sehen, die dafür auch freigeschaltet worden sind oder existierende Zugangsaccounts zum Beispiel zur Active Directory haben. Mit etwas Geschick kann man auch einzelne Bereiche nur für bestimmte Benutzer oder Gruppen freigeben. So lassen sich Informationen auch nur an kleinere Gruppen weitergeben. Bei Newslettern gibt es die Möglichkeit, diesen per Mail auch an den automatischen WordPress-E-Mail-Import zu setzen, damit dieser Newsletter zusätzlich auch im Intranet steht. Auch andere Schnittsellen lassen sich implementieren. Mit etwas kreativität sind da kaum Grenzen gesetzt.

Informationen über Widgets

Auch Schnittstellen zu anderen Systemen lassen sich in der Regel leicht einbauen. Die einfachste Möglichkeit ist die Einbindung Informationen anderer Seiten über Widgets. Solange es sich nur um interne, vertrauenswürdige Seiten handelt, können diese Informationen als iframe  in einer Box eingebunden werden. Aber auch in ganzen Seiten lässt es sich mit iframes arbeiten. Das spart viel Programmierarbeit und man nutzt auch das Originalsystem, dass die Information zur Verfügung stellt. Es bleibt also alles in sich stimmig und sollte wenig Darstellungsfehler machen. Auf diese Weise habe ich eingebunden:

  • Aktuelle Systeminformationen zu Systemen, die alle nutzen
  • Loginfenster für Webmailer
  • Informationen zu Wartungsterminen individuell für die einzelnen Abteilungen
  • Eine Linksammlung zu wichtigen, internen Informationen auf anderen Systemen

Kategorien und Schlagworte

Wie in einem normalen Blog können diese auch im Intranet sehr wichtig sein. Nicht, weil man diese unbedingt in jedem Artikel anzeigt, aber mit Schlagworten oder Kategorien lassen sich die Artikel thematisch zuordnen. So können hinterher thematisch verwandte Artikel einfacher gefunden werden. So habe ich zum Beispiel all meinen Videotutorials im Intranet der entsprechenden Kategorie zugewiesen. Wenn man die Kategorie dann im Menü fest verlinkt, werden so alle Videos angezeigt, die jemals gemacht worden sind. So lassen sich neben der Suche auch über direkte Links Informationen wieder schnell auffinden.

Do It Yourself

Und falls doch mal etwas nicht ganz so ist, wie man es sich vorstellt, gilt auch hier: bau dir selber etwas passendes. Es gibt überall Anleitungen, die einem da weiterhelfen. WordPress lebt davon, dass andere etwas mit eingeben und so letztlich auch die eigene Arbeit unterstützen. Dann ist es noch besser, wenn man selber etwas zurück geben kann. Falls noch jemand Ideen oder Fragen dazu hat, stehe ich natürlich gerne zur Verfügung und freue mich auf Kommentare.