[Heimat] KVB-Rad

Seit Mai ist Köln wieder um eine kleine Fortbewegungsmöglichkeit reicher: das KVB-Rad steht überall in der Stadt rum. Die Tatsache, dass man mit dem Rad durch Köln fahren kann, ist nichts Neues. Auch, dass man sich eines am Straßenrand ausleihen kann, gab es mit Call-A-Bike schon früher. Jetzt ist es aber die KVB, die zusätzlich die Möglichkeit des Fahrradleihens anbietet.

Die Räder sind gefühlt zahlenmäßig deutlich mehr, als beim Mitbewerber von der Bahn. Beim Blick auf die Karten wimmelt es deutlich mehr von Rädern der KVB, als von Call-A-Bike. Allerdings sollte man dazusagen, dass man auch von den Bahnfahrrädern meistens immer eines in der Nähe findet. Die Abdeckung mit Fahrrädern ist also insgesamt sehr hoch.

Anmeldung

Die Anmeldung beim KVB-Rad ist für Abonnenten der KVB sehr einfach. So muss man nur sein AboTicket an den Leser halten und kann dann nach Eingabe seiner Handynummer das Fahrrad entleihen. Per SMS bekommt man dann außerdem einen PIN-Code zugeschickt, mit dem man dann in Zukunft die Entleihe durchführen kann. Ansonsten kann man sich aber auch jederzeit über die Homepage registrieren. Dann geht der Login immer über die Handynummer und die Pin.

Preis

Für Abonnenten der KVB kosten die ersten 30 Minuten nichts, ebenso nichts für Inhaber eines Abos direkt bei dem KVB-Rad. Dieses Abo kostet allerdings 48 € / Jahr. Ansonsten kostet die Fahrt pro halbe Stunde einen Euro. Abonnenten zahlen das erst nach den ersten 30 Minuten. Die Maximalgebühr pro Tag liegt bei 9 €. In der Regel kommt man aber in Köln in 30 Minuten überall hin, wo man hin möchte.

Die Räder

Die Räder selbst lassen sich ganz gut fahren. Es gibt nur drei Gänge, aber die reichten mir bei meiner Testfahrt auch vollkommen aus. Der Sattel ist höhenverstellbar, allerdings ist die Maximalhöhe für mich als Riesen immer noch zu niedrig, um es bequem  zu haben. Die Bremse machte auf meinem Testrad einen guten Eindruck,.

Ausleihe und Rückgabe

Die Ausleihe und Rückgabe geschehen direkt am Rad über das Touchfeld. Über die App kann man sich auch die Räder im Umkreis anzeigen. Auch die Rückgabe ist einfach: abschließen, Bescheid geben, dass man fertig ist und schon ist es beendet. Allerdings gibt es im ganzen Prozess ein großes Manko: es dauert zum Teil quälend lange, bis das Rad die Ausleihe akzeptiert. Ebenso die Rückgabe. Man wartet gefühlt eine Minute (wahrscheinlich sind es eher 30 Sekunden), bis man wirklich das Rad ausleihen kann, nachdem man die PIN eingegeben hat. Auch die Rückgabe benötigt etwas Zeit. Das nervt dann doch ein wenig. Vor allem, wenn man nur kurze Strecken zurücklegen möchte. Da ist Call-A-Bike durchaus etwas schneller in der Handhabung.

Insgesamt ist das KVB-Rad eine schöne Mobilitätserweiterung und hat auch einen größeren Aktionsradius, als der Mitbewerber Call-A-Bike. Die Ausleihe und Rückgabe dauert etwas länger, aber man kann sich daran gewöhnen, wenn man dafür 50 Meter weniger weit zum Rad laufen muss. Wer ein Aboticket im VRS hat, für den lohnt sich ein unverbindlicher Test sicher auf jeden Fall. 30 Minuten sind ja kostenlos im Ticket enthalten.

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Fachinformatiker, Medienliebhaber und - konsument, Rheinländer, kleiner Radiomacher, Schreiber dieses Blogs

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