Medien können böse sein

Das sage nicht ich, sondern hat heute der wichtigste zweiwichtigste Mann der katholischen Kirche gesagt. Unser [[wikipedia:de:Papst]] wies darauf hin, dass die Medien und vor allem auch das Internet Wissen vermitteln können, woran man früher nie gedacht hätte. Er hat aber auch die Gefahren angesprochen, die die Medien mit sich bringen und will, dass sich vor allem die führenden Medienhäuser und Produzenten Ihrer Verantwortung gegenüber Kindern und Jugendlichen bewusst sind.

Meiner Ansicht nach ist das schon fast eine sehr moderene Haltung. Um ehrlich zu sein, hatte ich gerade der katholischen Kirche wesentlich konservativere Züge zugetraut, also das sie zum Beispiel sagt: „Internet ist nichts für Kinder“. Von daher ist die Einstellung, dass die Medienmachenden mehr Verantwortung für ihr tun übernehmen sollen für mich schon fast Revolutionär – auch wenn dadurch eigentlich nichts anderes gemacht wird, als an die Verantwortung von erwachsenen Menschen zu appelieren. Und was er verlangt ist letztlich etwas, was man auch alle Jahre immer wieder mal von Elternvertretern hört.

Allerdings sollte nicht in Vergessenheit geraten, dass noch etwas viel wichtiger ist, als die Selbstzensur der Medienmachenden: das die Kinder und Jugendlichen damit umgehen können, was sie sehen und konsumieren, kurz [[wikipedia:de:Medienkompetenz]] besitzen und selber wissen, was sie für sich filtern müssen. Ich glaube, dass gerade so etwas immer wichtiger wird, zumal das Internet die Seiteninhalte zu bestimmten Zeiten nicht wegblendet. Und für die Medienkompetenzvermittlung sind vor allem Eltern und Lehrer nötig, die den Kindern und Jugendlichen den Umgang mit Internet und Co beibringen. Ob das wirklich klappt? Ich kann es nicht beurteilen, aber ich denke, wir werden es Alle schneller erfahren, als uns lieb ist.

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