Der neue Microsoft Edge mit Chromium

oder: der Nachfolger vom Internet Explorer.

Vorweg: natürlich ist es polemisch, von einem Nachfolger vom Internet Explorer zu sprechen. Denn Edge war bereits der Nachfolger. Aber er hat nun seinen Unterbau komplett geändert. Denn der Edge war vorher noch eine Eigenentwicklung, mit der neuen Versionen wurde der Edge im Unterbau mit der Chrome-Engine ausgestattet,

Ich habe ihn mir mal etwas genauer angesehen. Vorweg in Kurz: es ist ein Chrome, der ein wenig anders aussieht und andere Einstellungen hat. Damit ist er deutlich besser, als der Internet Explorer, bietet aber auch keine großen Überraschungen. Es sind die Details, auf die es dann ankommt.

Alles eine Sache der Einstellungen

Denn neben einigen visuellen Aspekten sind vor allem die Einstellungen zwischen dem Chrome und dem neuen Edge auffällig. Hier wurden einige Einstellungen sichtbarer gezeichnet und nach vorne geschorben.

Datenschutz

Der Edge blockiert In den Datenschutzeinstellungen in den aktuellen Standardeinstellungen (Stand: November 2019) das Tracking in Teilen. Außerdem wird im Standard „Do Not Track“ mitgesendet. Das ist die Aufforderung an die Seiten, den Benutzer nicht zu verfolgen. Damit versucht sich meiner Meinung nach Edge zwischen Chrome und Firefox in Sachen Datenschutz zu positionieren. Das finde ich gut, weil der Microsoft Browser in vielen Unternehmen verwendet wird. Über diese Einstellung wird der Datenschutz im unternehmerischen Umfeld besser etabliert.

Drucker

In den Druckereinstellungen gibt es einen großen Unterschied. In Edge fehlt Google Cloud Print. Ein Dienst, mit dem es möglich ist, über Google Druckaufträge über das Internet zu senden. Es ist zwar schade, wenn es nicht vorhanden ist, aber Google hat angekündigt, diesen Dienst Ende 2020 einzustellen. So ist es schon fast verschmerzbar. Im übrigen fehlen auch andere Google-Dienste, was sich auch im folgenden zeigt.

Synchronisationseinstellungen

Denn die Synchronisationseinstellungen sind bei beiden Browsern ähnlich. Den Unterschied bilden Googlespezifische Einstellungen. Hier bleiben also Chrome-Apps oder Informationen aus dem Googlekonto außen vor.

Die Besonderheiten von Microsoft Edge

Design

Eine der ersten Fragen im Edge ist die Frage nach dem Design der Registerkarten. Damit man sich auch im Edge dirket wohl fühlt.

Importieren der Chrome-Einstellungen

Wenn der Browser neu installiert wird, verlangt er das Anlegen eines Profils. Dabei können die Einstellungen aus dem Chrome importiert werden. Damit die Daten auch synchronisiert werden können, muss man ein Konto anlegen. Anders als in Chrome, werden die Synchronisations-Daten aber nicht bei Google gespeichert. Laut Microsoft werden sie statt dessen mit den Microsoft Edge Insider Builds abgeglichen. Der Registrierungsprozess sieht so aus:

Technik: der UserAgent

Jeder Browser gibt beim Surfen von sich Preis, wer er ist, in welcher Version und auf welcher Basis. Beim neuen Edge ist das natürlich nicht anders. Er gibt im UserAgent bekannt, dass er auf Chrome-Basis arbeitet, aber auch, dass es sich um den Edge handet. Der UserAgent sieht so aus:

UserAgent Microsoft Edge

Fazit

Wer gerne Chrome nutzt, kann sich mit dem Microsoft Edge eine interessante Alternative ansehen. Er bringt einige Anpassungen mit, die nette Spielereien sind. Wirklich wichtig oder notwendig sind sie in meinen Augen allerdings nicht.

Das wichtigste finde ich, dass mit dem Edge auf Chrome-Basis ein moderner Browser bei Windows Einzug hält, der sich laufend akualisiert und in der Anzeige an Web-Standards hält. Es erleichtert auch die Arbeit für Programmierer. Für Firmen bedeutet es jetzt, dass es einen aktuellen Browser gibt. Der alte Internet Explorer wird heute noch zu oft verwendet. Damit kann nun Abhilfe geschaffen werden.

Habt ihr den neuen Browser von Microsoft schon ausprobiert? Wie gefällt er Euch? Oder nutzt ihr lieber direkt das Original, also Google Chrome? Schreibt Eure Meinung gerne in die Kommentare. Oder mir auch gerne direkt per E-Mail.