Sirenen und andere “Katastrophen”

Durch einen Beitrag auf WDR5 (Westblick) bin ich wieder auf das Thema aufmerksam geworden: Sirenen für den Katastrophenschutz. Bis zum Ende des kalten Krieges gab es sowas in Deutschland, um in schlimmen Fällen (Angriffe, Bomben, was auch immer) die Bevölkerung warnen zu können bzw. dazu auffordern zu können, das Radio oder den Fernseher einzuschalten. Mit Ende des kalten Krieges wurden sie abgeschafft. Und was ist nun im Katastrophenfall?

Das ist die große Frage. Nur noch wenige Sirenen sind im Einsatz. Eine Anlage kenne ich sogar selber vom hören her, wenn sie getestet wird. Sie gehört zum Chempark Leverkusen und soll die Anwohner und alle, die es gerade hören, warnen, dass gerade etwas nicht so gutes passiert ist und man Radio oder Fernsehen einschalten soll. Und ansonsten? Was gäbe es für Möglichkeiten?

Zum Beispiel:

  • Eine SMS an alle eingeschalteten Handys in einem Bereich. Das klingt kreativ, aber wenn man davon ausgeht, dass im Katastrophenfall das Mobilfunknetz nicht existent ist – leider schlecht. Hinzu kommt, dass viele Handys kaum noch weniger als 3 Tage ohne Strom auskommen. Bei größeren Krisen schlecht. Dafür ist die Info genauer mitzuteilen.
  • Autos mit Sirenen durch die Straßen fahren lassen – funktioniert sicher. Aber auch nur, so lange die Straßen befahrbar sind. Und richtig schnell ist das im Zweilfe auch nicht.
  • Autos hupen lassen (im Beitrag auf WDR5 vorgestellt). Dabei sollen alle Autos, die sich im Einzugsgebiet befinden und abgestellt sind, hupen. Das ist relativ Flächendeckend. Möglich soll das durch ein neues System werden, das bei vielen Autos ab nächtes Jahr eingebaut wird. Einen Standard gibt es dafür noch nicht und ob das umgesetzt werden könnte und sollte…

Ich fands auf jeden Fall mal interessant, darüber wieder nachzudenken.