Ich und mein TomTom

Seit gut einem Jahr habe ich ein Handy mit integriertem TomTom. Bei vielfahrerei in unbekannte Regionen und Strecken zahlt sich sowas ja echt aus. Nervig ist es aber, wenn man viel fährt und dann in die Staus gerät. Hier kann auch bei der mobilen Software geholfen werden: Dank Stauupdate via GPRS kann man sich während der Fahrt die aktuellen Daten von den Autobahnen zukommen lassen und so kürzere Strecken suchen lassen. Quasi der Ersatz für das fehlende TMC in dem Gerät, dass bei anderen Geräten die Verkehrsinfos über UKW bekommt.

Gestern dann der große Praxistest: Einmal quer durch NRW in der Hauptberufsverkehrszeit. Ein erster Schock: vor der Berechnung der neuen Route zeigte TomTom eine Fahrdauer von 3 Stunden an (für 110 km), wenn ich durch alle Staus fahren würde. Klar, das geht ja schon alleine aus ökologischen Gründen nicht. Also die „Verzögerung minimieren“-Taste gedrückt und gewartet, was nun passiert. Und siehe da: auf einmal soll die gleiche Strecke schon in 1 Stunde und 20 Minuten machbar sein. Also den ersten Gang eingelegt und los gehts. Da die GPRS-Datenpackete bei mir per Menge und nicht Zeit abgerechnet werden, lasse ich die Verbindung stehen.

Was mich aber schon nach 20 Minuten stört: Die Updates der Verkehrssituation werden nur alle 60 Minuten gemacht. Wer gerade in Balugsräumen viel unterwegs ist, weiß, wieiviel Informationsdefizit das bedeutet. Also regelmäßig schön brav auf die „Verkehrsinfos aktualisieren“-Taste gedrückt, damit ich auch immer schön die staufreiste Strecke fahre. So lernt man auch mal die Bundesstrassen des wunderbaren Landes kennen. Und man merkt, wieviele noch ein Navi benutzen. Es war sicher nicht auffallend viel Verkehr, aber einige mit einem kleinen Gerät, die nicht aus der Region kamen und genau so unsicher fuhren und sich auf ihr Navi verliessen.

Und an der Stelle wäre es doch eigentlich sogar interessant, wenn sich die Navis untereinander vernetzen würden. Denn bei größeren Staus werden viele Navis die gleiche Alternativroute vorschlagen, so dass diese schnell überfüllt ist. Hier wäre es cool, wenn sich die Navis absprechen und darauf achten, dass nicht alle Autofahrer zur gleichen Zeit die gleiche Strecke fahren um neue Verkehrsstaus zu vermeiden. Aber das nur als Einschub.

Aber zurück zur Straße. Natürlich kann ein Navi nicht komplett alle Staus umfahren und manchmal macht es auch keinen Sinn, wegen 1 km einen Umweg zu fahren. Und an den vielen Baustellen wird es eng und damit langsamer oder auch mal kurz etwas „stauig“. Aber das betrachte ich als das kleinere Übel, wenn ich die großen Staus umfahre.

Irgendwann kam ich auf jeden Fall an meinem Ziel an. Fahrtdauer: 1 Stunde 54 Minuten. Immerhin besser als 3 Stunden und – wie ich finde – einigermaßen akzeptabel.

Die spannenden Auswertung kommt noch: wieviele Daten habe ich verschickt und wieviel wird mein Mobilfunkprovider dafür in Rechnung stellen :) Ich bin gespannt. Mehr dazu dann an dieser Stelle, wenn ich es weiß :)

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.