Onlinerechnung vs Papierrechnung

Heute habe ich einen Brief von meinem Handyanbieter bekommen. Dieser möchte gerne die Rechnung umstellen: und zwar vom Versand mit der Post auf Papier auf die Onlineabrechnung. Als Grund wird vor allem das schonen der Umwelt angegeben, denn man müsste dann ja nicht mehr so viel Papier verschicken, was vor allem Papier spart.

Denn für jede Million Kunden werden jedes Jahr 1.000 Bäume verbraucht – und das nur für für die monatliche Rechnung. Helfen Sie uns aktiv, zum Umweltschutz beizutragen: Nutzen Sie künftig nur noch die papierlose Online-Rechnung im Internet.

Klingt auf den ersten Blick schlüssig, aber irgendwie bin ich misstrauisch:
Damit die Onlinerechnung abrufbar ist, muss eine Serverfarm (die meines Mobilfunkproviders) Tag und Nacht am Laufen gehalten werden. Das bedeutet einen hohen Stromverbrauch. Ein hoher Energie- und Ressourcenverbrauch findet auch schon bei der Herstellung, Transport und Entsorgung der Server statt. Nicht zu vergessen die Schadstoffe, die in dem ein oder anderen PC-Bauteil enthalten sein können. Der Strombedarf, um so ein kleines Netzwerk wie das Internet aufrecht zu erhalten mal ganz zu schweigen. Und nicht zu vergessen der Computer zu Hause, der auch Strom braucht und Schadstoffe enthällt. Und wahrscheinlich druckt der Kunde am Ende die Rechnung trotzdem noch mal aus. Unterm Strich könnte ich mir vorstellen, dass die Umweltbilanz meines Providers doch nicht aufgeht. Handelt es sich etwa vielleicht doch vielmehr um eine Sparmaßnahme eines BWLers?

PS: Wenn jemand in der Lage ist, eine relativ schlüssige Umweltbilanz zu erstellen freue ich mich gerne über ein entsprechendes Feedback.

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Fachinformatiker, Medienliebhaber und – konsument, Rheinländer, kleiner Radiomacher, Schreiber dieses Blogs

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