Alles eine Frage der Zeit(-umstellung)

Durch Zufall bin ich gerade nochmal auf einen Antrag aus dem Jahr 2007 gestoßen. Dabei geht es um die liebe Zeitumstellung, die jedes Jahr zwei mal statt findet und uns alle mehr oder weniger lange beschäftigt.

Die Argumente zur Abschaffung der Zeitumstellung sind vielen sicherlich schlüssig:
– ökonomische Vorteile konnten sich nie bestätigen
– viele Menschen haben Probleme mit der Zeitumstellung
– der Aufwand, alle Maschinen und Uhren umzustellen ist jedes mal sehr groß

Interessant nun an dem Vorschlag zur Abschaffung ist es gewesen, dass man nicht nur gesagt hat: Weg mit der Zeitumstellung, sondern auch: „Wir wollen die Sommerzeit als Normalzeit“. Denn vor der ersten Zeitumstellung war die Winterzeit die Normalzeit. Als Grund wird angeführt, dass

„weitaus mehr Menschen im Dienstleistungsbereich als im Agrar-
und Industriesektor und damit in Berufen, in denen die Arbeitszeiten später be-
ginnen als dies früher der Fall war. Wegen der zusätzlichen Zeit mit Tageshellig-
keit am Abend begünstigt die heutige Sommerzeit zudem viele Freizeitaktivitä-
ten, die primär in dieser Tageszeit durchgeführt werden können. Dies bringt den
Bürgern mehr Lebensqualität, gleichzeitig profitieren die Einrichtungen und
Unternehmen des Freizeit- und Fremdenverkehrssektors. Die Sommerzeit ist
damit als permanent geltende Zeit besser geeignet als die Winterzeit.“

Auch wenn das Ding schon lange durch ist, finde ich es jedoch sehr interessant. Vielleicht gräbt man es in 3-4 Jahren nochmal aus, um neu darüber nachzudenken.

Der ganze Antrag kann hier nochmal nachgelesen werden: Drucksache 16/4773 im Bundestag

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